Was die Experten sagen
Liz Eichholz, Mitbegründerin und Kreativdirektorin von Weezie Towels aus Atlanta, Georgia, rät davon ab, Handtücher mit heißem Wasser zu waschen. Ihrer Aussage nach entfernt kaltes Wasser Bakterien genauso gut. Sie empfiehlt außerdem die Zugabe von Essig und Natron, um Rückstände zu lösen und Gerüche zu neutralisieren. Eichholz rät, Handtücher alle 3–5 Verwendungen zu waschen, damit sie weich bleiben, und weist darauf hin, dass qualitativ hochwertige Handtücher bei richtiger Pflege 1–2 Jahre halten sollten.
Patric Richardson, bekannt als Wasch-Experte und Moderator der Fernsehsendung “The Laundry Guy”, bevorzugt warme Waschgänge. Er argumentiert, dass moderne Waschmittel und Sauerstoffbleiche in warmem Wasser effektiv arbeiten und Farben sowie Stoffe schonen. Richardson merkt an, dass kalte Wäschen länger brauchen, um gründlich zu reinigen, und empfiehlt, Handtücher nicht zu stark zu trocknen, da das die Kanten abnutzt und die Saugfähigkeit verringert.
Materialien: wie empfindlich sind sie?
Die verbreitete Annahme, dass heißes Wasser Bakterien und Keime sicher abtötet, stimmt teilweise, aber Experten warnen, dass zu viel Hitze die Fasern langfristig schädigen kann. Liz Eichholz erklärt: “Im Laufe der Zeit kann übermäßige Exposition gegenüber hohen Temperaturen die Fasern beschädigen und folglich ein Handtuch erzeugen, das sich rau anfühlt.” Außerdem können Stoffe wie 100 % Baumwolle bei hohen Temperaturen einlaufen.
Richardson ergänzt, dass andere Materialien Hitze schlecht vertragen und ihre Form verlieren können. Er empfiehlt, Handtücher je nach Material entsprechend zu behandeln, um Schrumpfen oder Verformen zu vermeiden. “Wenn Ihre Handtücher nicht aus Baumwolle bestehen, vermeiden Sie Hitze um jeden Preis”, rät er.
Praktische Pflegetipps
Für die Pflege Ihrer Handtücher spielt die passende Wassertemperatur eine große Rolle. Liz Eichholz setzt auf kaltes Wasser, während Patric Richardson warmes Wasser als guten Kompromiss sieht. Beide sind sich jedoch einig, heißes Wasser generell zu vermeiden.
Beim Trocknen sollten Handtücher bei niedriger Temperatur in den Trockner, damit die Fasern geschont werden. Lange Hitzeeinwirkung durch den Trockner kann Fasern angreifen, wodurch die Handtücher steif werden und schrumpfen. Richardson betont außerdem, dass Trocknungsmethoden vermieden werden sollten, um die Lebensdauer der Handtücher zu verlängern.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Weglassen von Weichspülern und Trocknertüchern: Deren Beschichtungen reduzieren die Saugfähigkeit, die für Handtücher sehr wichtig ist. Richardson schlägt vor, Handtücher vor dem Falten kräftig aufzuschütteln, damit sie wieder Volumen und Flauschigkeit bekommen.
Wann Sie Handtücher waschen sollten
Wann sollten Handtücher in die Waschmaschine? Richardson empfiehlt, Handtücher nach dem Aufhängen vollständig trocknen zu lassen, sodass man sie 3–4 Mal verwenden kann. Bleiben sie dagegen feucht oder liegen sie auf dem Boden, sollten sie nur einmal benutzt werden, um das Wachstum von Bakterien zu verhindern.
Die richtige Pflege und Waschmethode sorgt nicht nur für saubere und weiche Handtücher, sondern verlängert auch deren Lebensdauer. Diese Vorgehensweisen helfen, Kosten zu sparen und die Investition in qualitativ hochwertige Handtücher zu schützen. Wer die Materialien versteht und seine Waschtechniken anpasst, bekommt langlebige und hygienische Handtücher, die den täglichen Anforderungen standhalten.