Farley, seine Familie und die Nachbarschaft
Farley, der Erzähler, denkt über eine Entscheidung nach, die er vor Jahren mit seiner Frau getroffen hat: keine saisonalen Dekorationen mehr. Eine harmlose Frage seines Nachbarn Bob beim Schachspiel — „Farley, warum hängst du dieses Jahr keine Weihnachtslichter auf?“ — bringt ihn ins Grübeln. Er lebt seit über 30 Jahren in der Nachbarschaft und hat viel Erfahrung, die er an seine Familie weitergibt. Früher war er Versicherungsexperte, jetzt ist er im Ruhestand, verbringt mehr Zeit mit seinen Enkeln (unter anderem einer Tochter namens Sarah) und macht regelmäßig Pfannkuchen für sie.
Neun stille Werte
Finanzielle Autonomie und Authentizität
Finanzielle Autonomie ist ein wichtiger Punkt für Leute wie Farley. Sie legen Wert auf Unabhängigkeit und wissen, dass die üblichen Saisonausgaben leicht „Hunderte oder Tausende Euro“ betragen können. Stattdessen verwenden sie das Geld für gemeinsame Erlebnisse oder spenden es. Authentizität spielt ebenfalls eine große Rolle: Farley erinnert sich, dass seine Tochter Sarah außerhalb des kulturellen Hintergrunds der Familie geheiratet hat, was ihn dazu brachte, eigene Vorurteile zu hinterfragen.
Zufriedenheit mit Einfachheit und Umweltbewusstsein
Mit dem Alter hat Farley gelernt, die Schönheit in der Schlichtheit zu sehen. Freie Arbeitsflächen und klare Tische sind ihm lieber als eine visuelle Überladung. Auch das Thema Umwelt ist wichtig für ihn. Die Geburt seines jüngsten Enkels hat ihm nochmal vor Augen geführt, über welche Welt er nachdenken will, die er hinterlässt. Deshalb überdenkt er Konsum und fragt sich, was wirklich nötig ist.
Mehr Zeit, weniger Stress
Zeit gilt ihm als wertvolles Gut. Rückblickend bedauert Farley, dass er in seiner aktiven Karriere oft Gelegenheiten mit seinen Kindern verpasst hat. Dinge wie Vorlesen für die Enkel oder Spaziergänge mit dem Haustier Lottie sind ihm jetzt wichtiger. Auch Stressreduzierung zählt zu seinen Werten: visuelle Ordnung hilft ihm und seiner Frau, geistig zur Ruhe zu kommen und Überstimulation zu vermeiden.
Kommerz kritisch sehen und persönliche Grenzen
Viele, die ähnlich denken wie Farley, stehen dem Feiertagskommer zögerlich gegenüber und lehnen die kommerzielle Maschinerie ab, die oft mit Dekorationen einhergeht. In 35 Jahren in der Versicherungsbranche hat er gesehen, wie Deko häufig im Keller verschwindet, während echte Feiern ohne Kaufzwang oft bedeutsamer sind. Es geht auch um persönliche Grenzen: In der Eheberatung hat Farley gelernt, dass klar definierte persönliche Grenzen zu besseren Beziehungen beitragen können.
Der Fokus: gemeinsame Erlebnisse
Für Farley stehen die Feiertage vor allem für geteilte Erfahrungen und gemeinsame Momente. Die wöchentlichen Pfannkuchen mit den Enkeln oder Kindheitserinnerungen an das Lachen seiner Mutter und die Erzählungen seiner Großeltern prägen ihn mehr als jede Dekoration.
Am Ende ist der Verzicht auf Deko kein Zeichen von fehlender Freude. Er zeigt vielmehr ein bewusstes Leben, in dem Werte wie finanzielle Unabhängigkeit, Echtheit, Einfachheit, Umweltbewusstsein sowie die Bedeutung von Zeit und Erlebnissen gepflegt werden. Er lädt dazu ein, sich zu fragen: „Was ist dir während der Feiertage am wichtigsten?“ und die eigenen Prioritäten in dieser besonderen Zeit zu überdenken.