Laut Psychologie entwickeln Menschen, die in ihrer Kindheit kaum Lob erhalten haben, als Erwachsene nicht nur Schwierigkeiten mit Komplimenten – sie erschaffen ein inneres Bestätigungssystem, das sie außergewöhnlich selbstständig, aber nahezu unerreichbar für Zuspruch macht

Über den inneren Kompass: Wie das Streben nach Selbstanerkennung Menschen formt
Über den inneren Kompass: Wie das Streben nach Selbstanerkennung Menschen formt

In einer schnelllebigen Zeit, in der äußere Anerkennung und soziales Feedback ständig präsent sind, bleibt oft etwas im Verborgenen: Wie formen uns fehlendes Lob und das Streben nach Selbstanerkennung? Vor einigen Jahren sagte mir ein Mentor ein Kompliment, das mir bis heute im Gedächtnis hängt: „Weißt du, du bist wirklich einer der einfallsreichsten Menschen, mit denen ich je gearbeitet habe.“ Damals nahm ich seine Worte kaum wahr, wie ein Felsen, der den Regen schluckt. Tage und Wochen später merkte ich beim Zurückblicken, dass ich die Anerkennung innerlich abgewiesen hatte – fast so, als hätte mein System sie als unzuverlässige Daten codiert.