Heute hat sich die Technik deutlich weiterentwickelt. Moderne Öle sind viel dünnflüssiger und sorgen fast sofort für eine gute Schmierung. Laut eines Experten des Mediums Auto Plus (französische Autozeitschrift) ist es daher „nicht mehr notwendig, den Motor zehn Minuten lang warm laufen zu lassen.“ Diese technischen Fortschritte haben die Sicht auf das Warmlaufenlassen stark verändert.
Längerer Leerlauf kann allerdings unangenehme Nebenwirkungen haben. Experten warnen vor einer Ansammlung von unverbrannten Kraftstoffrückständen, was die Kontamination des Motoröls fördern und den Motor schädigen kann. Außerdem führt unnötiges Warmlaufenlassen zu zusätzlicher Umweltbelastung, was die Praxis weiter in Frage stellt.
Tipps und Alternativen
Bei wirklich sehr kalten Temperaturen kann es sinnvoll sein, den Motor eine bis zwei Minuten im Leerlauf laufen zu lassen, bevor man langsam losfährt. Diese kurze Zeit reicht meist, um die Mechanik behutsam „aufzuwecken“. Wichtig ist außerdem, das Fahrverhalten an die Kälte anzupassen: sanft anfahren, starke Beschleunigungen und abruptes Bremsen vermeiden.
Für moderne Fahrzeuge lohnt es sich, die alte Gewohnheit des ausgedehnten Warmlaufens zu überdenken und stattdessen auf kurze Aufwärmphasen und angepasste Fahrweise zu setzen.
Die Diskussion übers Warmlaufenlassen zeigt, wie sich Gewohnheiten mit der Technik ändern. Was früher sinnvoll war, ist heute nicht mehr automatisch die beste Lösung. Moderne Autos verlangen neue Herangehensweisen, damit Effizienz und Umweltbilanz besser werden. Fahrer sind eingeladen, ihre Routine den aktuellen Erkenntnissen anzupassen.