Was im Eastbrookend Country Park passiert
Der Eastbrookend Country Park in Dagenham wird zum Dreh- und Angelpunkt dieses Projekts. Dort wurden verschiedene Lebensräume angelegt oder aufgewertet: Feuchtgebiete, Wiesen, nahegelegene Seen und Grasländer — alles so gestaltet, dass Weißstörche gute Bedingungen vorfinden. Zunächst sollen die ersten Vögel in einer großen Voliere untergebracht werden, damit sie sich akklimatisieren, bevor sie die umliegenden Flächen erkunden.
Der Park wird damit der zweite öffentlich zugängliche Ort in Großbritannien sein, an dem Menschen eine Wiederansiedlung von Weißstörchen in dieser Größenordnung erleben können, neben dem erfolgreichen Projekt in Sussex.
Die Biber werden durch ihre Aktivitäten viel zur ökologischen Regeneration beitragen. Laut dem U.S. National Park Service legen Biber Teiche und Kanäle an, wodurch Feuchtgebiete entstehen, die zahlreiche Arten unterstützen — von Insekten über Amphibien bis zu Vögeln und Fischen.
Wer das Projekt bezahlt und mitmacht
Finanziert wird das Vorhaben durch den Green Roots Fund des Bürgermeisters von London mit fast €585.000. Unterstützt wird die Initiative von mehreren Partnern, darunter der London Wildlife Trust unter der Leitung von Sam Davenport, Direktor für Naturwiederherstellung, der im The Guardian so zitiert wurde: “Artenwiederansiedlungen wie diese, so nah an den Wohnorten der Menschen, lösen Gespräche über die Kunst des Möglichen in städtischen Gebieten aus.”
Auch der Barking & Dagenham Council unter der Leitung von Dominic Twomey ist ein wichtiger Unterstützer und hebt den Gemeinschaftsaspekt hervor: “Es geht darum, Familien, Schulen und Gemeinschaftsgruppen die Möglichkeit zu geben, Teil von etwas Inspirierendem und Hoffnungsvollem zu sein.” Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, betonte, dass der Zugang zu Grünflächen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit sei (wie von der BBC berichtet).
Mitmachen in der Nachbarschaft und Ausblick
Ein zentraler Teil des Programms ist die Beteiligung der lokalen Gemeinschaften. Schulen, Familien und unterschiedliche Gemeinschaftsgruppen sind eingeladen, direkt mitzuwirken und so Teil dieses Wandels zu sein. Solche Projekte wecken nicht nur Neugier bei der aktuellen Generation, sie können auch eine neue Welle städtischer Naturschützerinnen und Naturschützer hervorbringen, weil sie das Verständnis für die Bedeutung dieser Maßnahmen fördern.
Die erwartete Rückkehr verlorener Wildtiere nach London ist nicht nur ein Meilenstein für die Renaturierung, sondern könnte auch den Anstoß geben, weiter über Wiederansiedlungen in städtischen Gebieten zu sprechen. Die Rückkehr der Weißstörche und Biber bietet eine seltene Chance, das Verhältnis der Londoner zur Natur neu zu denken und die Bedeutung der Erhaltung und Wiederherstellung vielfältiger Ökosysteme zu betonen. Die Möglichkeit, einen Weißstorch über dem Himmel Londons zu sehen oder einen Biber bei der Arbeit in seinen natürlichen Lebensräumen zu beobachten, könnte bald Realität werden und die menschliche Verbindung zur Natur vertiefen.